So bleibe ich als Fotograf im Home Office produktiv.

4 Tipps für Fotografen im Home Office, um produktiv zu bleiben.

Arbeiten von zu Hause aus hat viele Vorteile: Keine lange Anfahrt in ein Büro oder Studio. In bequemer Kleidung vor dem Computer einen Morgenkaffee schlürfen. Einen inspirierenden Podcast oder ein spannendes Hörbuch während der Bildbearbeitung hören... Kling fantastisch, oder?

Die große Herausforderung bei all der Gemütlichkeit ist aber: Produktiv zu bleiben. Denn wenn man nicht aufpasst kommt man sehr schnell in einen Trott, in dem man zwar viel arbeitet, aber nichts erledigt bekommt.

In diesem Artikel werde ich dir meine 4 Lieblingstipps geben, mit denen ich es schaffe fokussiert zu blieben. Also schnapp' dir noch schnell einen Kaffee und los geht's!

1. FRÖSCHE ESSEN

Du fragst dich jetzt: "Ich soll bitte waaas??" - Und nein, damit meine ich weder echte Tierchen noch die leckeren grünen Gummibärchen-Frösche mit dem weißen Bauch.

Die "Eat That Frog"-Methode (übersetzt "Iss den Frosch") ist eine coole Strategie, die von dem berühmten Autor Brian Tracy (*) publik gemacht wurde, um deine "unangehemen" To-Do's in den Griff zu bekommen:

Und das geht so: Stell dir vor, du hast einen ekeligen Frosch vor dir auf dem Teller sitzen, den du essen musst. Klingt nicht gerade lecker, oder? Aber je schneller du ihn vertilgst, desto schneller hast du es hinter dir!

Deshalb beginne deinen Tag damit, die schwierigste, ekeligste oder unangenehmste Aufgabe zuerst zu erledigen, und du wirst den Rest des Tages mit einem Gefühl der Erleichterung angehen. Kurz gesagt: Frösche zuerst!

Lade dir gerne hierzu kostenlos meine persönliche To-Do-Liste für den täglichen Gebrauch herunter, mit der du deine Aufgaben in folgende Kategorien einteilen kannst.:

"Meine tägliche Routine": Diese Kategorie erinnert mich z.B. täglich daran, dass ich weder mein Yoga, noch meine "Money Hour" (erkläre ich weiter unten im Text) noch meine Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen vergesse. Was sind deine täglichen Routinen, die du leicht vergisst, weil du sie dir nicht aufgeschrieben hast?

"Heute erledigen!!": Hier schreibe ich alles auf, was unbedingt heute (inkl. der unangenehmen "Frösche") vom Schreibtisch muss. Auch wichtige Telefonate, Termine oder Emails, die ich heute noch abarbeiten muss kommen bei mir in diese Spalte (und ja, ich habe zusätzlich einen Google Kalender für die Terminerinnerung, aber für Menschen wie mich, die eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben, braucht es mehrere Kalender, damit ich nichts vergesse! ;)))

"Nachhaken": Wenn ich z.B. einem Kunden eine Email mit einem Angebot geschickt habe, notiere ich mir dies in dieser Spalte, damit ich in ein paar Tagen noch mal nachhake, falls er sich nicht meldet.  

"Eventuell heute/morgen": Hier ist Platz für die semiwichtigen Dinge, die du erledigen könntest, falls du noch Zeit oder Gelegenheit dafür findest. Ich notiere mir hier z.B. einen Kundenanruf, der nicht so dringend ist. Wenn ich diesen aber innerhalb von heute/morgen nicht erledigt habe, rutscht er am dritten Tag in die Spalte "Heute erledigen!!"

"Irgendwann": Wer mich kennt, weiss, dass die "Irgendwann"-Spalte meine Lieblingskategorie ist! ;) Hier notiere ich mir Dinge wie z.B. einen Termin für die Werkstatt ausmachen oder einen Blog für meine Website schreiben - also Vorhaben, die auch noch ein, zwei Wochen Zeit haben.

2. ARBEITE MIT EINEM TIMER

Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit einem simplen Küchentimer - hier passend als kleiner Frosch (*)-  gemacht. Er steht neben meinem Monitor und ich stelle ihn je nach Aufgabe mal auf 20 Minuten oder auch mal auf 60, um mich nur einer einzigen Aufgabe zu widmen. 

Ich starte beispielsweise jeden Morgen damit mich um meine Finanzen zu kümmern. In meiner "Money Hour", kümmere ich mich ausschließlich darum Rechnungen zu schreiben, meine Konten (Ein- und Ausgänge) zu kontrollieren oder meine Quartals-Steuer vorzubereiten. Da ich mich bei langweiligeren Aufgaben schnell ablenken lasse schaffe ich es mit diesem Trick zumindest täglich 20 Minuten am Stück durchzuhalten. Mit großem Erfolg! Meine Buchhaltung ist jetzt immer up to date! 

3. ARBEITE IN KURZEN INTERVALLEN

Gerade wenn du von zu Hause aus arbeitest und nicht alleine lebst ist es wichtig, dir realistische Ziele zu setzen, was deine Bildschirmzeiten angeht. Vermutlich wirst du - wie auch ich - dauernd abgelenkt: Eine Katze bittet lautstark um neues Futter, der Hund drängelt für ein Gassi und der Mann mäht unüberhörbar den Rasen. Wenn du auch noch Kinder hast, wirst du wahrscheinlich noch weniger Ruhe haben. 

Damit dir nicht alles über den Kopf wächst nimm dir kleinere Zeit-Häppchen vor. In kurzen Intervallen bleibst du produktiver: Plane lieber ein bis zwei Stunden am Stück ein und verbarrikadiere dich in dieser Phase so gut es geht an deinem Arbeitsplatz, als dass du dir einen ganzen "Office-Tag" vornimmst und am Abend frustriert bist, diesen nicht eingehalten zu haben. Ich arbeite oft mit diesem Hörschutz (*), um absolute Ruhe zu haben, wenn ich an Dingen arbeite, die höchste Konzentration erfordern (z.B. ein Angebot schreiben).

Setze Grenzen: Bitte auch deine Familie Rücksicht zu nehmen, wenn du am Schreibtisch sitzt. Deine Arbeit als Fotograf:In ist schließlich kein Hobby, dass man "irgendwann" betreiben kann - du hast wartende Kunden und Deadlines - das sollte auch von deinen Liebsten respektiert werden.

4. HALTE DICH AN DEINEN EIGENEN RHYTHMUS

Es gibt Morgen-Menschen und es gibt die Nachteulen unter uns. Zwinge dich nicht als Morgen-Mensch nachts zu arbeiten und umgekehrt. Wenn es familiäre Umstände nicht zulassen, dass du in deiner Lieblingszeit am Rechner sitzen kannst überlege, was du ändern bzw. delegieren könntest, damit es - wenn auch nicht täglich - wenigstens an zwei Tagen die Woche möglich ist in deiner produktivsten Phase deiner Arbeit nachgehen zu dürfen. 

Je mehr du dich in deinem eigenen Rhythmus bewegst, desto effektiver arbeitest du, bist schneller im Erledigen deiner To-Do's und bist fokussierter bei der Bildbearbeitung und Angebotserstellung für neue Aufträge. Am Ende des Tages hat jeder in deiner Familie etwas davon, wenn du ungestört arbeiten kannst.

Fazit

Arbeiten von zu Hause aus kann eine Herausforderung sein, aber wie du siehst - es gibt viele Möglichkeiten, um produktiv zu bleiben. "Iss deine Frösche" zuerst, arbeite mit einem Timer, arbeite in kurzen Intervallen und wenn möglich in deinem eigenen Rhythmus.

Wenn du diese Lösungsansätze in deinen Alltag integrieren kannst, wirst du staunen, wie viel leichter es dir fallen wird, produktiv im Home Office zu bleiben.

 

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Foto von Daria Shevtsova auf Unsplash

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